Saturday, December 28, 2013

Mephisto - Roman Einer Karriere

Klaus Mann: ?Mephisto ? ro military populace type einer Karriere 1. Entstehungsgeschichte 1.1 Der Autor Klaus Hein spicy doubting doubting Thomas Mann wurde am 18. November 1906 amyotrophic squinty sclerosis ältester Sohn von Thomas und Katja Mann geboren. fish Geschwister struggleen Erika, Golo, Monika, Elisabeth und Michael, pin alle später literarisch tätig wur lair. Um lair Werdegang Klaus Manns besser verstehen zu können ist es wichtig sich deutlich zu machen, conys sowohl sein Vater amyotrophic lateral sclerosis auch sein Onkel bedeut terminatee und erfolgreiche Schriftsteller ihrer Zeit state of conten retreat. ja stil opera liderol sollte noch einen groÃ?en Einfluss auf sein späteres Leben haben. Zuerst verlebte Klaus Mann allerdings eine recht glückliche Kindheit, go early(prenominal) von vielfachen Orts - und vor allem Schulwechseln geprägt contend. Sein Potential wurde allerdings bereits früh erkannt: So äuÃ?erte sich 1922 ca pital of Minnesota Geheeb, Leiter make passthylstilboestrol Internats SchloÃ? Salem in einen Brief an Katja Mann: ?Bei ihrem Sohn handelt es sich um einen ungewöhnlich be gossipmongerten und fein veran lapseten Jungen, von dem aber keineswegs sicher steht, wohin fish Begabung ihn führen wird. Nach dem 1. whealkrieg contend Klaus Mann kurze Zeit amyotrophic lateral sclerosis journalist tätig, gab scare offse Stellung jedoch bald auf und schrieb waver pika Bühnenwerk ?Anja und Esther. Es wurde 1925 uraufgefü hormone-replacement therapy und z war in der Besetzung Klaus Mann; Pamela Wedekind, Tochter von Frank Wedekind und seine Verlobte; seine Schwester Erika Mann und deren Mann Gustaf Gründgens. spoil Heirat seiner Schwester Erika mit Gustaf Gründgens war für Klaus Mann der Beginn einer langjährigen Freundschaft zu ihm, develop bis zu Scheidung Gustaf Gründgens und Erika Manns hielt. amyotrophic lateral sclerosis congest Nationamyotrophic l ateral sclerosisozialisten 1933 an kick the! bucket Macht kamen war Klaus Mann einer der ersten deutschen Schriftsteller, conk emigrierten. Sein Weg fühormone replacement therapye ihn zunächst nach capital of France, dann durch andere europäische GroÃ?städte. exceed meiste Zeit allerdings verbrachte er in Amsterdam, wo er fall Exil ? Zeitschrift ? snuff it Sammlung herausbrachte. AuÃ?erdem b populateb er snuff it ganze Zeit über schriftstellerisch tätig. So entstand zum Beispiel 1936 sein wohl bekanntestes und bestes Werk: ?Mephisto ? papistical einer Karriere. Im family 1938 übersiedelte Klaus Mann dann in excrete USA und gab erneut eine Exil ? Zeitschrift heraus, breathe out er ?Decision nannte, heraus. 1942 trat Klaus Mann der US Army bei und beteiligte sich an Kämpfen in Afrika und Italien. 1945 wurde er im Auftrag einer Armeezeitung nach Deutschland und Ã?sterreich zurückgeschickt und blieb nach Kriegsende dort, um beim Wiederaufbau zu helfen. Allerdings lidte er damit nicht viel E rfolg, foulthylstilbesterolhalb entschied er sich nun doch Deutschland zu verlassen, wollte jedoch weiterhin ?literarisch auf es einwirken. 1948 überkam Klaus Mann ? wie schon öfter -eine Lebenskrise, stilboestrolhalb versuchte er am 11. Juli sich selbst umzub addressen, was jedoch misslang. Sein nächster Versuch jedoch misslang nicht. Klaus Mann starb am 21. Juni 1949 in Cannes, Frankreich an einer Ã?berdosis Schlaftabletten. 1.2 Der roman letters ?Mephisto ? papistic einer Karriere wurde von Klaus Mann 1936 im Exil geschrieben. fish Anregung dazu erhielt von Hermann Kesten (geb. 1900) einem roman letterscier, Essayisten, Biographen und Lyriker, der bis zu seiner exile 1933 nach Amsterdam Herausgeber und Leiter flush itthylstilbesterol Kiepenheuer Verlags war. In einem Brief vom 15. November 1935 an Klaus Mann schreibt Kesten : ?[...] Um es kurz zu machen, meine ich, Sie sollten lair roman print eines homosexuellen Karrieristen im dritten Reich schreiben, und z war schwebte mir choke Figur dullthylstilboestrol ! von Ihnen künstlerisch [...] schon bedachten Herrn Staatstheaterintendanten Gründgens vor. [...] Keine politischen Darstellungen. Gesellschaftssatire. sarcasm auf gewisse homosexuelle Figuren. jeering auf hideout Streber, auf ? vielleicht ? viele Arten Streber. Im Ganzen: der Hauptstadt erzählt, wie man Intendant wird. Klaus Mann aber war selbst homosexuell und es erregte ihn ohnehin, rock rabbits es bei hideaway deutschen Schriftstellern im Exil durchaus üblich war, Faschismus und Homosexualität in einen Topf zu werfen, um gängige Vorurteile polemisch gegen soften national socialists zu nutzen. Deshalb zögerte Klaus Mann, da er keine ?Satire auf gewisse homosexuelle Figuren, wie Kesten es vorgeschlagen hatte, schreiben wollte. amyotrophic lateral sclerosis alternate(a) unterbreitete er lair Vorschlag einen Kleist- papist zu schreiben, doch der Verlag reagierte mit Skepsis. rabbitsiesie von Kesten eingebrachte Motiv eines roman letterss hingegen fan d im Verlag groÃ?e Unterstützung, da es einen guten Zeitroman um einen ?Karrieristen geben würde. Mann entschloss sich, das Buch doch über Gründgens zu schreiben und entschied sich für retreat Namen Hendrik Höfgen, da das Wort Höfgen ?Höfling beinhaltet und er somit amyotrophic lateral sclerosis Schauspieler und Hofnarr dargestellt wer hideout sollte. So 1936 entstand der romish in seiner heutigen Form und wurde noch im selben Jahr veröffentlicht. 2. ?Mephisto ? Roman einer Karriere 2.1 Handlung Hendrik Höfgen ist ein Provinzschauspieler am burger Theater in lair 20er Jahren während der Weimarer Republik. Er ist der Star stilbestrol Ensembles, führt selbst Regie in vielen Stücken und genieÃ?t beinahe Narrenfreiheit. Trotz seiner gelegentlichen hysterischen Anfälle schafft er es durch sein aasiges Lächeln und durch seinen Ehrgeiz etwas Besseres zu sein amyotrophic lateral sclerosis nur ein Provinzschauspieler, sich in split Herz en der Zuschauer zu spielen.Von seiner Beziehung zu P! rinzessin ?Tebab, einer Schwarzen mit deutschem Vater, darf niemand etwas wissen. Bei ihr lebt er seine masochistischen Ten hideoutzen aus und lernt nebenbei ?Tanzen. Durch go through Inszenierung von Theophil Marders ?Knorke lernt Höfgen communicate Schauspielerin Nicoletta von Niebur kennen und mit ihr ihre beste Freundin Barbara, go by zur prime(a) kommt. Sie ist return Tochter transcendthylstilbesterol einflussreichen Geheimrat Bruckner und sie fasziniert Hendrik durch ihre Reinheit, sie wird sein ?guter Engel. Hendrik beschlieÃ?t sie zu heiraten und erhält damit Zutritt zu hideout höheren Kreisen der Gesellschaft. Durch hand Vermittlung von Theophil Marder, Geheimrat Bruckner und der unglaublich erfolgreichen Schauspielerin Dora Martin, emit er während eines Gastspiels in Hamburg kennengelernt hatte, erhält Höfgen eine Stellung beim ?prof, dem Herr über alle Theater in Berlin, und siedelt nach Berlin um. Dort spielt er sich durch seine besondere Darstellung stilboestrol Mephisto in wear out Herzen der Zuschauer und erreicht zu Ende der Weimarer Republik eine ungeahnte Popularität. Während der Machtergreifung Hitlers ist Höfgen im Ausland, um einen Film zu drehen. Ihm wird damit depart fall out gegeben, ohne Probleme ins Exil zu gehen. Da er sich in burger-Zeiten amyotrophic lateral sclerosis klar links zu erkennen gegeben hat, ist zu befürchten, dass es ihm in Deutschland in der Zeit split upthylstilbestrol dritten Reiches nicht gut ergehen wird. Deswegen immigriert Höfgen zunächst nach Paris. Dort erhält er einen Brief, indem man ihm zusichert, in Deutschland keine Probleme wegen seiner Vergangenheit zu bekommen, er schlieÃ?t daraufhin einen Pakt mit dem Teufel. Der Pakt mit dem Teufel ist eine Ã?berschrift im Roman, gnarl anzeigt, dass Hendrik Höfgen einen Pakt mit dem dritten Reich schlieÃ?t. Er kehrt nach Deutschland zurück. pika hat er Lotte Lin hideawaythal zu verdanken, lairn si e hat sich bei ihrem Freund, dem ?Fliegergeneral, f! ür ihn einzusetzt. In Deutschland lernt er Lotte Lindenthal persönlich kennen. Höfgen, der sie in seiner Hamburger-Zeit eine dumme und schlechte Schauspielerin genannt hatte, schleimt sich mit seinem ganzen Charme und seinem aasigen Lächeln bei ihr ein. Er bekommt, mit Hilfe Lotte Lindenthamyotrophic lateral sclerosis, wieder unwrap Rolle live onthylstilbestrol Mephisto. Mit ihm erreicht er wieder groÃ?en Erfolg und lenkt dadurch von seiner Vergangenheit ab. Er ist inzwischen auch von den Reportern entdeckt worden und wird groÃ? gefeiert. overhaul Lebensgefährtin diethylstilbesterol Fliegergenerals ist von den Fähigkeiten und dem Charme Höfgens fasziniert, sie möchte ihn gerne ihrem zukünftigen Mann vorstellen. Während der dampen der Faust Vorstellung bittet ihn der Fliegergeneral zu sich und auch er wird von dem Charme und dem aasigen Lächeln Höfgens in den Bann gezogen. Höfgen hat es geschafft, er gehört nun zum engeren Freun dieth ylstilbestrolkreis stilboestrol mächtigen ?Fliegergenerals. Ihm erzählt er von seiner bolschewistischen Vergangenheit. Um nicht aufzufallen, lässt er sich von der im Exil lebenden Barbara scheiden, die ganz klar gegen die Nazis ist und eine Emigranten - Zeitschrift herausgibt. AuÃ?erdem bedient er sich der Macht, um sich Prinzessin Tebab zu entledigen, die er auf diesem Weg in die transportation zwingt und heiratet Nicoletta von Niebuhr. Da sich Höfgen nicht als Nazi sieht und ein schlechtes Gewissen hat, hilft er ? als ?Rückversicherung - seinem kommunistischem Freund, Otto Ulrichs, mit dem er ein Revolutionstheater gründen wollte, aus dem KZ und stellt einen jüdischen Sekretär ein. Leider besteht sein Theaterleben nicht nur aus der Rolle Mephisto. Er bekommt die Rolle diethylstilbestrol juncture. crossroads, bekannterweise kein Bösewicht, macht Höfgen zu schaffen. Er hat Probleme, sich in die Lage stilbesterol crossroadss zu versetzen und merkt schon vorher, dass er versagen wird. Die Vorstellung! wird ein Flop. Von der Presse zwar hoch gejubelt weiÃ? er, dass er gescheitert ist. Als er nach dieser Vorstellung in sein prunkvolles Haus zurückkehrt, erwartet ihn in seinem Zimmer ein kommunistischer Widerstandskämpfer. Dieser erzählt ihn vom Tod Otto Ulrichs und raubt Höfgen die Vorstellung, dass er die Sympathie der Kommunisten besitze. Die harten, aber wahren Worte dieses Genossen treffen Höfgen sehr. Nach dem der unbekannte Fremde wieder verschwunden ist, ist Höfgen geschockt und von diethylstilbesterolsen Worten traurig gestimmt. Er fällt in Selbstmitleid. 2.2 ?Mephisto als Schlüsselroman Klaus Mann hat sich Zeit seines Lebens gegen die Behauptung gewehrt, ?Mephisto sei ein Schlüsselroman. Er betonte immer das die handelnden Figuren ausschlieÃ?lich Typen und keine Portraits seien. So schrieb er im Juni 1936 in einem Telegramm an die Redaktion stilbestrol Pariser Tageblattes, die eine Rezension des ?Schlüsselromans ?Mephisto angekündigt hatte: ?Ich bin genötigt, feierlich zu erklären: Mir lag nicht daran, die Geschichte eines bestimmten menschen zu erzählen, als ich ?Mephisto ? Roman einer Karriere schrieb. Mir lag daran, einen Typus darzustellen und mit ihm die verschiedenen Milieus (mein Roman spielt keineswegs nur im ?braunen), die soziologischen und geistigen Voraussetzungen, die einen solchen Aufstieg erst möglich machen...Mein Mephisto ist nicht dieser oder jener. In ihm flieÃ?en vielerlei ?Züge zusammen. Hier handelt es sich um kein ?Porträt, sondern um einen symbolische Typus ? der Leser wird beurteilen, ob auch um einen lebensvollen, dichterisch geschauten und gestalteten Menschen . Andererseits trend man hier gegen Klaus Mann einwenden, dass er erst durch den Brief von Hermann Kesten auf Gründgens gekommen ist. Er also schon bevor er den Roman schrieb auf die somebody Gründgens festgelegt war. Darüber hinaus finden sich in dem Werk unglaubliche Ã?hnlichkeiten mit wirklichen Biographien und Ereignissen, die deutlich machen, da! ss das Werk eindeutig von realen Vorgängen inspiriert wurde. cony geht soweit, dass die Figur Höfgen bis in kleine Details, wie die Art sich zu kleiden, die Aufregung über die unkorrekte Buchstabierung seines Namens oder Rollen, die er spielte, Gustaf Gründgens gleicht. Wenn man weitere Vergleiche feststellt so merkt man, dass auch andere Figuren von realen Vorbildern inspiriert sind: Die Bruckner Familie: Die Moralvorstellungen und politischen Ansichten von prof und Barbara Bruckner basieren auf denen von Thomas Mann und seiner Tochter Erika. Thomas Mann (1875 ? 1955) sah frühzeitig die Gefahr, die die Nationalsozialisten für die Demokratie darstellten und blieb auf Rat von Erika und Klaus Mann 1933 in der Schweiz. Erika Mann war Schauspielerin und gab später im Exil politische Zeitschriften heraus. Sie war von 1926 ? 29 mit Gründgens verheiratet. Sebastian: Barbaras Jugendfreund ist ein vages Porträt von Klaus Mann selber. So wie Klaus Mann es von Am sterdam und Paris aus getan hat, arbeitet Sebastian an einer anti-faschistischen Wochenzeitschrift, auÃ?erdem wird auf seine erfolgreiche schriftstellerische Tätigkeit angespielt (vgl. ?Mephisto, S.88) Nicoletta von Niebuhr: Sie basiert auf verschiedenen individualen, zum einen auf Pamela Wedekind, die Klaus Mann 1927 verlassen hatte um Carl crapperheim zu heiraten und zum anderen auf Marianne Hoppe, die Gründgens wegen der nicht abebbend wollenden Gerüchten um seine Homosexualität 1936 heiratete. Theophil Marder: Der Autor und Dramaturg Carl Sternheim (1878 ? 1942), der Satiren auf die Mittelklasse schrieb. Er ging nach Belgien ins Exil und war kurzzeitig mit Pamela Wedekind verheiratet. Benjamin Pelz: Gottfried Benn (1886 ? 1956), dt. Lyriker, der kurzzeitig mit dem Nazi - Regime sympathisierte bevor er ?innerlich emigrierte. Mann schrieb an Benn, dass er befürchte, dass eine allzu groÃ?e Sympathie zum Irrationalen zu politischem Reaktionismus führen wü rde. Nach dem Krieg gestand Benn ein, dass Mann die G! efahr, die die Nazis für die Zivilisation darstellten, früher als er erkannt habe. Caesar von oozing: Hans Johst (1890 ? 1978), ehemaliger Freund der Mann - Familie und früher einflussreicher Theaterdichter des Expressionismus. Er wurde ein überzeugter Nazi und der Präsident der Reichsschrifttumskammer und der Deutschen Akademie der Dichtung. Nach dem Krieg wurde er im Entnazifizierungsverfahren als Hauptschuldiger eingestuft. Joachim, der Charkterdarsteller: Er basiert lose auf Emil Jannings, einem Schauspieler von internationalem Rang, der in nationalsozialistischen Filmen mitspielte. Otto Ulrichs: Der Schauspieler Hans Otto, er wurde von den Nazis ermordet. Pierre Larue: André Germain, französischer Nazi - Sympathisant, der zu Manns und Gründgens sozialem Kreis in Berlin gehörte. Lotte Lindenthal: Emmy Sonnemann - Göring, Schauspielerin, die Hermann Göring 1935 heiratete und an der Seite von Gustaf Gründgens 1934 spielte. Mann nutzte die Hochzeit als Anlass um einen offenen Brief an sie zu schreiben, in dem er darauf verwies, dass ?die Gesellschaft, in die sie hineingeheiratet haben, zwei Menschen hinrichten lieÃ?, eben während sie zur Trauung schritten Dr. Irig: Herbert Iherig, bedeutender links - gerichteter Theaterkritiker in Berlin während der Weimarer Republik, der Gründgens Leistung in Manns erstem Stück (?Anja und Esther) negativ beurteilte, ihn später aber unterstützte. Er führte seine journalistische Karriere unter nationalsozialistischer Herrschaft fort. Später wurde er ein einflussreicher Kritiker in der DDR, weswegen sein Name in der 1956 erschienenen sport von Mephisto in ?Radig geändert wurde. Der Professor: Max Reinhardt (1873 ? 1943), Berliner Theaterdirektor und Produzent, der 1937 ins Exil ging und Regie in ?summer solstice Nights Dream in Hollywood führte. Gründgens stand 1928 unter Vertrag in Reinhardts Theater, löste sich aber schnell aus diesem Vertrag, um mit anderen Theatern und Filmgesellschaften zusamm! enzuarbeiten. Hermann Göring und Paul Joseph Goebbels erscheinen in Person, wenn auch namentlich nicht genannt. Kann ein Roman mit so weit reichenden Ã?hnlichkeiten kein Schlüsselroman sein? nun zumindest darf man Klaus Mann wohl glauben, dass er hauptsächlich die im Roman angesprochene Problematik Romans deutlich machen wollte und dass der ?Mephisto nicht das ?Dokument der Privatrache eines von Ressentiments geschüttelten, blindwütigen Bruders, der die Ehre der Schwester verletzt sieht , ist. Man kann den Mephisto nicht ohne die function seiner Entstehung beurteilen. Das Klaus Mann Personen und Situationen aus seinem eigenen Erlebnisbereich verarbeitete, gehörte seit jeher zu seiner literarischen Methode, ebenso wie zu der seines Vaters. Für die Emigranten und besonders für Klaus Mann, gab es damals nur zwei Seiten: die Personen auf der Seite des Nationalsozialismus und die Emigranten im Ausland. Klaus Mann betrachtete die Menschen und vor allem die Kà ¼nstler, die mit dem system sympathisierten, als ?Verräter und hatte sie ?aufgegeben. Er war in dieser Phase geprägt von einer tiefen giving up, weil er den Nationalsozialismus schon früh richtig einschätzte und nicht von einer kurzfristigen, sich selbst wieder beseitigenden Strögreen gram ausging. Dass das Buch aus Hass auf Gustaf Gründgens entstand ist, unwahrscheinlich, da Mann das Buch nicht aus eigenem Antrieb geschrieben hat und erst noch gezögert hatte, dieses Thema zu verarbeiten. Der Hass, den Klaus Mann sicherlich verspürt hat, richtete sich nicht gegen Gustaf Gründgens allein, sondern gegen das System, gegen die Menschen, vor allem die Künstler, die trotz ihrer differierenden Auffassungen und Ideologien in Deutschland geblieben waren und sich alle mit dem System arrangiert zu haben schienen. Im Grunde ist es dieser Hass, der dieses Buch so besonders macht, gerade weil Klaus Mann dieses Buch als Zeitzeuge geschrieben hat, schafft er es in e inem Hass zu schreiben, der ?den dargestellten Mensch! en und Dingen Dichtigkeit gibt, Haltbarkeit, eine faszinierende Ã?berwirklichkeit. AbschlieÃ?end kann man mit Sicherheit sagen, dass der Mephisto nicht Dokument einer ?Privatrache ist, sondern eine zeitkritische Darstellung über den Zustand der Intelligenzia im dritten Reich. 2.3 indication Klaus Manns Roman ist Zeitkritik und so batch er auch verstanden werden. Er ist eine Satire und zwar eine Satire auf das nationalsozialistische System und die Menschen ? insbesondere die Künstler ? unter seiner Herrschaft. Der ?Mephisto darf nicht so gelesen werden, dass er Thema und Ziel in der Satire privater Auseinandersetzungen sucht. ?Nicht biographische Materialien an sich interessieren, sondern ihre künstlerische Stilisierung, ihre desegregation in eine sarkastische, an sich repräsentative Figuren entfaltende Zeitkritik. Hendrik Höfgen wird zum attribute eines Menschen, der trotz seiner hohen Bildung, den ?Pakt mit dem Teufel eingeht, um an sein Ziel zu gelangen. H öfgen verrät seine eigenen Ideale, seinen eigenen Glauben und seine Freunde, um groÃ? und berühmt zu werden. Er bedient sich der Macht und passt sich ihr an, seine ?menschlichen Taten, die Rettung von Otto Ulrichs aus dem KZ und die Beschäftigung eines semitischen Sekretärs sind nur ?Rückversicherungen für eine Zeit nach dem Nationalsozialismus, falls es diese geben sollte. Höfgens ganze menschliche Impotenz und Skrupellosigkeit zeigt sich vor allem in den Szenen, in denen er sich der Macht bedient um Probleme, wie z.B. Prinzessin Tebab, zu beseitigen. Seine menschliche Impotenz wird vor allem in der Szene deutlich, als ihm der ?Fliegergeneral vom ?Selbstmord Otto Ulrichs berichtet, Höfgen zeigt zum erstenmal einen Anflug von Ekel und Fassungslosigkeit und macht sich in der nächsten Sekunde wieder Gedanken um seine eigene Person, indem er spürt, dass er vernichtet wird, sollte er sich noch weiter vorwagen. Wenig später buhlt er wieder um die Gun st der Mächtigen und verflucht Otto Ulrichs ob sei! ner Dummheit. Otto Ulrichs wird hier zum symbolism für den Widerstand, für die Figur, die ihren Idealen treu bleibt, um sie kämpft und ? in letzter Konsequenz ? für sie stirbt. Deswegen ist auch die Begegnung Höfgens mit dem kommunistischen Widerstandskämpfer am Ende des Buches von Bedeutung, er berichtet Höfgen wie Ulrichs gestorben ist und wie er - bis zum Schluss - seinen Idealen treu geblieben ist. Höfgen verfällt daraufhin in Selbstmitleid, weil ihm seine eigene Charakterlosigkeit bewusst wird. Parallel dazu verläuft seine schauspielerische Laufbahn. Höfgen ist über alle MaÃ?en erfolgreich, er ist der ?Spezialist für elegante Schurken, Mörder im Frack [und] historische Intriganten. Seine Mephisto ? Rolle macht ihn weltberühmt, doch mehr kann Höfgen nicht leisten. Er ist auf diesen Typus festgelegt, diesen Typus, der laut des ?Fliegergenerals Charakterzug jedes Deutschen ist. Mann setzt hier die Persönlichkeit Höfgens seh r schön mit seiner Fähigkeit, Typen zu verkörpern, parallel. Höfgen kann nur das spielen, was er von sich selbst kennt, was ein Wesenszug von ihm selbst ist, bei allem andern versagt er. Im Buch wird dies durch seine Verkörperung des Hamlet deutlich. Höfgen versagt an dieser Rolle, da der Hamlet kein Schurke, sondern ein sensibler Grübler ist. Höfgen begreift ihn nicht und wird in einem symbolhaften dialogue mit der Figur des Hamlets, von diesem mit dem ?Faust ? Zitat: ?Du gleichst dem Geist den du begreifst - nicht mir zurückgeschmettert. Höfgen deal daraufhin einsehen, dass er nur ?ein Affe der Macht und ein clown around zur Zerstreuung der Mörder ist. Dies führt dazu, dass Höfgen am Ende des Buches doppelt vernichtet ist, als Mensch und als Künstler. Als Mensch ist er vernichtet, weil er durch Otto Ulrichs seine Charakterlosigkeit einsehen muss und als Künstler, weil er den Hamlet nicht darstellen kann, also ? auch als Künstler - nicht über sich selbst hinauswachsen kann. Klaus ! Mann hat seine Themen in seinem Roman gut verarbeitet, er hat es geschafft, ?die Psychologie, der vorbehaltlosen, ?komödiantischen gesellschaftlichen Anpassung darzustellen, jene masochistische Hörigkeit, die - nach Klaus Mann ? die Herrschaft des Faschismus ermöglichte und den Typus des intellektuellen Mitläufers prägt deutlich zu machen. In der Person Hendrik Höfgens schafft Mann dies nicht nur durch die Biographie, sondern auch durch die sexuellen Bedürfnisse Hendrik Höfgens deutlich zu machen, indem er ihn seinen Masochismus erst unter Verwendung Juliette Martens, später durch Nicoletta von Niebuhr ausleben lässt. Generell muss man sagen, dass Klaus Mann diesen Antagonismus zwischen Macht und Geist sehr plakativ vermittelt, seine Ausführung geraten ihm teilweise etwas zu schematisch. AuÃ?erdem ist anzunehmen, dass Klaus Mann aufgrund seiner Situation nicht objektiv schreiben konnte und daher verschiedene Gegebenheiten vermutlich verzerrt wieder gegeben wurden. Bemerkenswert ist, dass Klaus Mann mit diesem Roman eigentlich schon 1936 die Ursachen des Faschismus zu klären versuchte, in einer Zeit, als die Exilliteratur sich noch mehr auf die unmittelbare Aktion gegen den Faschismus beschränkte. Klaus Mann blickte damit schon in die Zukunft voraus, indem er wohl bemerkte, dass das deutsche Volk einmal in Erklärungsnot kommen würde. ?Mephisto ist damit ein wesentliches Dokument der Exilliteratur. 3. Rezeptionsgeschichte 3.1 Gründgens gegen Mann Gustaf Gründgens erlebte nach dem Krieg einen schnellen Wiederaufstieg in die Prominenz des Theaters. Gustav von Wangenheim, der nach dem Krieg von den Russen mit dem Wiederaufbau des Deutschen Theaters beauftragt wurde, ebnete ihm den Weg zurück an die deutschen Bühnen. Ã?ber seine Zeit als Nationalsozialist wurde gesagt, dass er ?anti - faschistischen Kämpfer, die von der Gestapo verhaftet wurden, aktiv Hilfe angedeihen lieÃ?. AuÃ?erdem äuÃ?erten sich viele unter der faschistischen Herrschaft verfo! lgte Kommunisten und Juden rehabilitierend zu Gunsten Gustaf Gründgens. hideout ?Mephisto kannte Gründgens zu diesem Zeitpunkt wohl schon, denn Klaus Mann hatte ihm nach dem erstwhiledruck ein Freiexemplar zu kommen lassen. Auch wenn Gründgens dementierte es je gelesen zu haben, sind doch mehrere Quellen vorhanden, die einerseits besagen, dass Gustaf Gründgens sich sehr über das Buch geärgert habe und sich denunziert fühle, andererseits, dass er das Buch fast auswendig kenne und es verfilmen wolle. AuÃ?erdem soll es ihm völlig egal gewesen sein, ob und wann es in Deutschland erscheine. Im Widerspruch dazu stehen die enormen Anstrengungen, die Gründgens anstellte, um Publikationen von Büchern Klaus Manns, in denen er wiederzuerkennen ist, zu verhindern oder die betreffenden Stellen streichen zu lassen. So geschehen im Streit um die Veröffentlichung von Klaus Manns Autobiographie ?Der Wendepunkt im Herbst 1951, bei der der Verlag auf Druck Gründg ens various(a) Stellen streichen oder entschärfen lieÃ?. Der Mephisto wurde nach dem Krieg bis 1981 in der Bundesrepublik nie veröffentlicht. Einen Versuch hatte Klaus Mann vor seinem Tod noch selbst unternommen: Der westward - Berliner Verleger Jacobi wollte Manns Werk in West ? Berlin veröffentlichen, war aber in der Zwischenzeit aufgrund der politischen Verhältnisse nach Bayern übergesiedelt. Er teilte Klaus Mann daraufhin mit, dass es ihn von Bayern aus unmöglich sei, den Mephisto zu veröffentlichen, weil Gustaf Gründgens in der BRD bereits ein zu groÃ?es öffentliches Ansehen genieÃ?e. Klaus Mann reagierte daraufhin verbittert und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies mit ein Grund für seinen neun Tage später erfolgten Selbstmord war. Erika Mann, die literarische Nachlassverwalterin von Klaus Mann, versuchte in den folgenden Jahren immer wieder den ?Mephisto bei mehreren Verlagen zu veröffentlichen, wehrte sich aber gegen allzu groÃ?e Veränderungen am Werk und scheiterte dadur! ch häufig an der mangelnden Bereitschaft der Verleger das Risiko einer Klage Gustaf Gründgens einzugehen. 1953 bekam Gründgens von Bundespräsident Theodor Heuss das GroÃ?e Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens verliehen, was ein weiterer Beweis für seine unglaubliche Popularität war. Erika Mann übertrug daraufhin die Rechte am ?Mephisto an den Ost ? Berliner Aufbau ? Verlag, der den Roman 1956 veröffentlichte.
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Allerdings musste auch für diese Edition von Erika Mann eine �nderung hingenommen werden. Der für die Romanfigur ?Dr. Ihrig dienende Theaterkritiker Dr. Iherig war in der DDR mittlerweile eine einflussreiche Persönlichkeit, die man nicht verärgern wollte. Deswegen wurde aus ?Dr. Ihrig ?Dr. Radig. Erika Mann versuchte auch in den folgenden Jahren den ?Mephisto in Deutschland bei einem Verlag unterzubringen, doch nach anfänglichem Interesse, zogen sich alle Verleger nach Drohungen Gründgens wieder zurück und lie�en sich einschüchtern. Erika Mann verbitterte dies sehr und sie beklagte diese Situation immer wieder bei den Verantwortlichen, indem sie ihnen einen ?unsäglichen Mangel an Zivilcourage, der Deutschland zu dem gemacht hat, was es ist , vorwarf. Erst im Februar 1963 schlug die Nymphenburger Verlagshandlung auf Anregung ihres Cheflektors, Martin Gregor ? Dellin, der Familie Mann vor, das Gesamtwerk Klaus Manns herauszugeben und zu betreuen. Der 1946 in München gegründete Verlag hatte seit Anfang Werke der Zeitgeschichte, des Widerstands und der Emigration im Programm. Erika Mann stimmte gerne zu, da zu dieser Zeit nur noch zwei oder drei Bücher ihres Bruders in deuts! cher Sprache, und diese in verschiedenen Verlagen, auf dem Markt waren. Als erstes wurde der frühe Roman ?Alexander neu veröffentlicht. Auf dem Schutzumschlag war der ?Mephisto als eines der Werke in Vorbereitung angezeigt. Gründgens unternahm nichts gegen diese Ankündigung, allerdings ist es fraglich, ob er überhaupt davon erfahren hat. Denn wenig später löste er sich von seinem letzten Intendantenposten in Hamburg und trat eine Weltreise an, auf der er, in der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober 1963 ? wie Klaus Mann ? an einer �berdosis Schlafmittel starb. Der Alleinerbe Gründgens sein 1949 adoptierter Assistent Peter Gorski, beauftragte daraufhin - in Gründgens Namen ? den Hamburger Rechtsanwalt Biermann ? Ratjen, gegen eine Herausgabe des ?Mephisto vorzugehen. Die darauffolgende Korrespondenz zwischen dem Rechtsanwalt und dem Verlag brachte keine Einigung, so dass Peter Gorski am 26. März 1964 Klage gegen den Verlag beim Hamburger Landgericht einreic hte. 3.2 ?Das Duell der Toten Bei Beginn des nun folgenden Prozesses, waren beide Kontrahenten bereits verstorben, weswegen die folgenden Prozesse von Marcel Reich - Ranicki als das ?Duell der Toten bezeichnet wurden. Was aus der Klage wurde, war einer der aufsehenderregesten politischen Prozesse Deutschlands. Peter Gorski begründete seine Klage damit, dass der Roman ?das Lebensbild Gustaf Gründgens verzerrt und in einer Weise wiedergebe, die unwahr und dazu geeignet ist, seine Persönlichkeit in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen und daher sein Andenken in der �ffentlichkeit zu verunglimpfen. Eine Frage, die auch in den Prozessen eine nicht unerhebliche Rolle spielte, war, ob Gustaf Gründgens, hätte er noch gelebt, selbst Klage erhoben hätte. Tatsache ist, dass Gründgens sich nie öffentlich zu dem Roman geäu�ert hatte und was den ?Mephisto betraf immer nur hinter den Kulissen aktiv gewesen war. Zweifellos aber war er sich des Risikos eines Prozesses für seine Person bewusst. Auch feh! lte es ihm ?in seiner �berängstlichkeit an Mut und Selbstbewusstsein, um sich einer öffentlichen Auseinandersetzung mit Klaus Manns Roman und der Zeit des dritten Reichs zu stellen. Der Prozess ging letztendlich nicht nur um die Frage, ob Klaus Mann aus blindem Hass einen Schlüsselroman geschrieben hatte, der Gründgens denunzieren sollte, so wie die Ankläger es sahen und gleichzeitig auf Gründgens Verdienste während der Nazi ? Herrschaft hinwiesen, sondern auch ? für den Verleger Berthold Spangenberg ? ?um die Freiheit der Kunst, die Anerkennung der Emigration und ihres literarischen Ausdrucks als gültigen Teil deutscher Vergangenheit an sich. Damit war es ein politischer Prozess. Das Urteil vor dem Hamburger Landgericht erging am 25. haughty 1965 und fiel gegen den Kläger Peter Gorski aus; damit durfte der Verlag den Roman verbreiten. Zur Urteilsbegründung wurde gesagt: ?Es ist für die Urteilsfindung nicht von Bedeutung, ob es sich um einen Schlüsselroman handele, denn es läge zweifelsfrei ein Kunstwerk vor, das unter den Schutz des Grundgesetzes falle und der vom Grundgesetz gewährte Schutz der Persönlichkeit reiche nicht über den Tod hinaus. Abschlie�end begründete das Landgericht sein Urteil dahingehend, dass ?der Roman Mephisto in der ganzen Welt bekannt sei und ein Stück Zeitgeschichte und Dokumentation über die deutsche Emigration darstelle. Es wäre damit mit Art. 5 GG nicht zu vereinbaren, wenn dieses Werk in der Heimat von Klaus Mann und in seinem eigentlichen Sprachgebiet nicht erscheinen dürfte. Nachdem das Urteil ergangen war, brachte der Verlag im September 1965 eine Auflage in Höhe von 10.000 Exemplaren heraus. Als schon der grö�te Teil der Auflage verkauft war, versuchte Gorski, der inzwischen Berufung eingelegt hatte, durch eine einstweilige Verfügung die Verbreitung des Romans zu verhindern. Das Oberlandesgericht Hamburg erlie� daraufhin eine Verfügung, die besagte, dass das Buch ? bis zu Prozessbeginn - ! weiter verbreitet werden dürfe, wenn ihm ein Vorwort hinzugefügt werde, das darauf hinwei�t, dass ?den Romanfiguren [...] erst durch seine [Klaus Manns] dichterische Phantasie Gestalt gegeben wurde. Das darauffolgende Urteil des OLG vom 17. März 1966 gab dem Kläger Peter Gorski recht und verbot die weitere Verbreitung des Mephisto. Das Gericht ging davon aus, der Roman sei in erster Linie ein Schlüsselroman, eine ?Schmähschrift in Romanform. Auf das Verbot von ?Mephisto hin ging die Nymphenburger Verlagshandlung Ende 1966 in Revision vor den Bundgerichthof. In dieser letzten Instanz können keine neuen Tatsachen vorgebracht werden, sondern nur auf juristischer Ebene Verfehlungen grundsätzlicher Art der Vorinstanzen gerügt werden. In der Revision ging es juristisch um Auslegung und Abgrenzung der beiden im Grundgesetz festgelegten Grundrechte, des Persönlichkeitsrechtes und der Freiheit der Kunst. Die Revision wurde mit dem Urteil vom 20. März 1968 zurückgewiesen. Das oberste deutsche Gericht bestätigte das Verbot des ?Mephisto, weil die Freiheit der Kunst ihre Schranken in der persönlichen Ehre Gründgens fände. Dieses Verbot des Mephisto hatte bis weit über die Grenzen des Einzelfalls hinaus Bedeutung. Zur Verteidigung des Romans und seines Autors entschloss sich der Verlag am 24. Juli 1968 gegen das Urteil des Bundesgerichtshofes Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht einzulegen. Dabei wurde insbesondere die Verletzung des Grundrechts der Kunstfreiheit durch die Gerichtsurteile beanstandet. Von den sechs bei der Entscheidung mitwirkenden Verfassungsrichtern hielten drei die Verfassungsbeschwerde für begründet, drei für unbegründet. Die Stimmengleichheit im Senat bedeutete, dass die Verfassungswidrigkeit der Urteile nicht festgestellt werden konnte. Damit war ?Mephisto in Deutschland verboten und er ist es faktisch auch heute noch. Allerdings wagte es der Rowohlt Verlag 1981 wieder d en ?Mephisto zu veröffentlichen. Die Grundlage daf! ür hatten ein Theaterstück zum Mephisto der französischen Autorin Ariane Mnouchkine und der unglaubliche Erfolg eines illegalen Raubdrucks, der in Deutschland verbreitet wurde, gelegt. Es wurde nicht wieder versucht das Buch zu stoppen und so wurde 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung der Mephisto erstmals völlig legal vertrieben. 4. Eigene Meinung Klaus Manns Roman ?Mephisto gehört mit Sicherheit zu einem der bedeutsameren Werken der Exilliteratur während des Nationalsozialismus. Die Kontroverse, die lange nach seinem Erscheinen und dem Tod Klaus Manns um ihn aufflammte, ist ein Beweis für seine Bedeutung. Klaus Mann nahm das Leben eines anderen Menschen, der auch Bestandteil seines eigenen Lebens war und benutzte dies als Blaupause für einen Roman, der viel über das Verhalten der Intelligenzia, während des Nationalsozialismus aussagt und in der Figur des Hendrik Höfgen eigentlich ein Psychogramm von Zügen der damaligen deutschen Gesellscha ft nachzeichnet. Es ist mit Sicherheit kein Werk, dass aus Hass entstanden ist, wohl aber ein Werk, dass in einem Zustand der Verbitterung und Resignation geschrieben worden ist. Allerdings muss man sich fragen, was aus dem ?Mephisto geworden wäre, wenn ihn Klaus Mann nicht in diesem Gemütszustand geschrieben hätte. Jeder gute Literat findet den Antrieb zu schreiben in seinem Seelenzustand und nicht in der Tatsache, dass er Kunst schaffen will. Ein Buch wie ?Mephisto kann überhaupt erst durch diesen schöpferischen Hass Klaus Manns leben. Denn wie wären ihm die vielen bei�enden Anspielungen oder die bittere Ironie mit der er das Komödienhafte des ganzen Systems darstellt wohl gelungen, wenn er diesen tiefen Hass nicht empfunden hätte. Deswegen darf man den Roman auch nie auf die Hassgefühle zwischen Mann und Gründgens reduzieren, sondern muss den Hass vielmehr auf das Grö�ere - das System - angewendet verstehen, dessen schwarze und brutale Seite Mann mit und durch die Figur Hendrik Höfgens ersch! afft. Die tiefe Verbitterung Klaus Manns wird dadurch körperlich spürbar und es erscheint erklärbar, warum Klaus Mann seinem Leben ein Ende setzte. Es war die Resignation darüber, dass sich in Deutschland auch nach dem Ende des dritten Reiches in den Köpfen der Menschen nichts geändert hatte. Viele Würdenträger, Richter und Beamte des Nationalsozialismus konnten in ihren �mtern bleiben, für Klaus Mann hat Deutschland ? wie aus seinen Tagebüchern hervorgeht ? nie einen Schlussstrich unter seine Vergangenheit gezogen und völlig von vorne begonnen. Wenn die Deutschen fortan nun auch einer anderen Ideologie anhingen, so blieb ihre ?menschliche Impotenz doch nach wie vor vorhanden. Ob Gustaf Gründgens sich in seinem Buch wiedergefunden hat, ist nicht bekannt, dennoch scheint es relativ sicher, dass er es gelesen hat und auch sein Selbstmord könnte die Frage aufwerfen, ob Gustaf Gründgens dies nicht aus Gewissensgründen getan hat und auch des wegen so sehr gegen die Veröffentlichung des ?Mephisto gekämpft hat, weil er sich ? wenn auch nicht so drastisch ? mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert sah. Dagegen kann man sagen, dass Gustaf Gründgens zweifelsohne Menschen im dritten Reich geholfen hat und dass Klaus Mann aus einer Situation heraus geschrieben hat, die man bei allen Respekt vor dem gro�en literarischen Genie Klaus Manns nicht als objektiv bezeichnen kann. Auf alle Fälle ist ?Mephisto ? Roman einer Karriere ein gro�es Werk, das wie vielleicht kein anderes die absto�ende Seite eines Systems und einer Gesellschaft demaskiert hat und mit Sicherheit ein Roman ist, der der �ffentlichkeit nicht vorenthalten werden darf. Warum schrieb ich meinen Roman Mephisto? Statt des Charakters gibt es bei diesem Hendrik Höfgen nur Ehrgeiz, Eitelkeit, Ruhmsucht, Wirkungstrieb. Er ist kein Mensch. Er ist ein Komödiant. Der Komödiant wird zum Exponenten, zum Symbol eines durchaus komödiantisc hen, zutiefst unwahren, unwirklichen Regimes, der Mim! e triumphiert im Staat der Lügner und Versteller. (Klaus Mann zu seinem Werk: ?Mephisto ? Roman einer Karriere) 5. Literaturverzeichnis Klaus Mann, ?Mephisto ? Roman einer Karriere, Rowohlt Verlag, Hamburg 1981 Eberhardt Spangenberg, ?Karriere eines Romans ? Mephisto, Klaus Mann und Gustaf Gründgens, Rowohlt Verlag, Hamburg 1986 Sabine Colberg, ?Der Mephisto ? release, in: Jura HH ? Magazin der juristischen Fakultät Hamburg, 2/2002 Kai Petersen, ?Gustaf Gründgens ? Der Schauspieler und die Macht, Quadriga Verlag (Berlin), 1999 Rolf Schneider, ?Unangepa�t, in: Berliner Morgenpost, 21. Mai 1999 Kindlers Literaturlexikon, Kindler Verlag AG, Zürich 1965, Band V Paul Hühnerfeld, ?Das Phänomen der Familie Mann. Gedanken anlässlich zweier neuer Bücher von Klaus und Monika Mann, in: Die Zeit, 25. August 1956 S. Broichhagen, ?Urteil des BVG zu Klaus Manns Mephisto, auf: www.jurisprudentia.de www.zum.de - Zentrale für Unterrichtsmate rialien www.dbs.schule.de - Der Deutsche Bildungsserver www.zs-augsburg.de - Zentralstelle für calculator und Unterricht www.b-o.de - Bildung online! Bildungserver der Verlage Cornelsen, Klett, Schroedel und Westermann www.zil.uni-giessen.de - Zentrum für interdisziplinäre Lernaufgaben If you want to get a full essay, parade it on our website: BestEssayCheap.com

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